Rosskastanie an der Christiansmühle

Die Kastanie an der Christiansmühle wird Anfang 1700 gekeimt sein. Ihr Umfang beträgt 5,66 m in einer Höhe von 0,3 m. Diese ungewöhnliche Messung - üblicherweise wird in 1,3 m Höhe gemessen - ist abhängig von der Wuchsform. Der Baum steht an oder in einer ehemaligen Brunnenanlage. Das Erdreich wurde offensichtlich irgendwann um fast einen Meter aufgeschüttet.

Vor dem Baum steht eine Tafel mit folgendem Text:

Kastanie an der Christians-Mühle
Geschütztes Natrudenkmal, Alter ca. 300 Jahre.
Im Jahre 1980 einer umfassenden "Baum-
kosmetik" unterzogen, fachgerecht
gestutzt und stabilisiert.

"Gestutzt" wurde die Rossskastanie wohl auch in den letzten Jahren. Am Winter-Habitus ist dies deutlich zu sehen. An den Schnittstellen treiben ringförmig neue Zweige. Bei freiwachsenden Bäumen geschieht das kaum.

An der Christiansmühle selbst ist folgendes Schild angebracht:

Christians Mühle
Vermutlich die mittelalterliche Sulzbacher
Niedermühle. Erstmals urkundlich erwähhnt
im Güterverzeichnis des Frankfurter
Schultheissen Rudolf von Sachsenhausen 1339.
Im 16. und 17. Jahrhunder im Besitz der Grafen
von Solms. Seit 1762 im Besitz der Familie
Christian.

Kastanie a.d. Christiansmuehle
Kastanie a.d. Christiansmuehle - hohler Stamm
Kastanie a.d. Christiansmuehle - Muehlstein

Kastanie an der Christiansmuehle Habitus
Kastanie an der Christiansmuehle Brunnenanlage
Kastanie an der Christiansmuehle Beschnitt
Kastanie an der Christiansmuehle Brunnenmauer
Kastanie an der Christiansmuehle Hohler Stamm
Kastanie an der Christiansmuehle Durchblick
Kastanie an der Christiansmuehle Stammaustriebe
Kastanie an der Christiansmuehle mit Sitzbank